Weihrauch als Cortison-Ersatz – Wirkung und Anwendung

Cortison ist ein wichtiges Steroidhormon, das in der Medizin zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen eingesetzt wird. Trotz seiner Wirksamkeit sind die Nebenwirkungen erheblich, weshalb viele nach natürlichen Alternativen suchen. Eine vielversprechende Option ist Weihrauch, insbesondere die aus Boswellia serrata gewonnene Variante. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass Weihrauch ähnliche entzündungshemmende Eigenschaften wie Cortison besitzt, jedoch mit deutlich weniger Nebenwirkungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Cortison ist ein starkes Entzündungshemmer, hat aber erhebliche Nebenwirkungen.
  • Weihrauch (Boswellia serrata) zeigt entzündungshemmende Effekte, besonders bei Autoimmunerkrankungen.
  • Studien legen nahe, dass Weihrauch Cortison ersetzen könnte, jedoch sind weitere Forschungen notwendig.
  • Nebenwirkungen von Weihrauch sind meist mild, wie Magen-Darm-Beschwerden.
  • Weihrauch ist nicht als Medikament zugelassen, kann aber als Nahrungsergänzung genutzt werden.

Kann Weihrauch Cortison ersetzen? Cortison ist ein Steroidhormon. Um 1935 fand man den Wirkstoff in der Nebennierenrinde des Menschen. Später stellte man fest, dass Cortison das Ergebnis einer Oxidation des Hormons Cortisol ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es jedoch erst, Cortison chemisch herzustellen.

Erstmals wurde es im Jahr 1948 einer Patientin mit schwerem Rheuma verabreicht, die so von ihren Schmerzen befreit werden konnte. Im Jahr 1950 erhielte die drei Wissenschaftler, Kendall, Reichstein und Hench „für ihre Entdeckungen bei den Hormonen der Nebennierenrinde, ihrer Struktur und ihrer biologischen Wirkungen“ den Nobelpreis für Medizin. Damals stellte Cortison eine Sensation dar.

Cortison und seine Einsatzgebiete

Nachdem es gelungen war, Cortison auch selbst herzustellen, konnte es seinen Siegeszug antreten. Fortan wurden entzündliche Zustände vor allem in der Rheumatherapie behandelt. Doch auch bei schwer entzündlichen Erkrankungen wie Ekzemen, Psoriasis, Asthma, Allergien und Morbus Crohn wird Cortison verordnet.

Bei der Krebstherapie bilden sich im Verlauf von Bestrahlungen oft Hirnödeme, die mit Hilfe von Cortison reduziert werden. Cortison gibt es in Form von Nasensprays, Cremes/Salben, Infusionen und Tabletten.

Weihrauch als Cortison-Ersatz – Wirkung und Anwendung
Weihrauch als Cortison-Ersatz – Wirkung und Anwendung

Stellt sich nun die Frage: Warum Weihrauch als Cortison-Ersatz, wenn Cortison doch so hilfreich ist?

Die Antwort: Wegen der gefürchteten Nebenwirkungen von Cortison-Präparaten!

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Cortison und seine Nebenwirkungen

In den vergangenen Jahren ist die Cortison-Therapie immer mehr in Verruf geraten. Der Grund: Die unzumutbaren Nebenwirkungen, die die Lebensqualität erheblich mindern können. Menschen, die nicht betroffen sind, können sich kaum vorstellen, was behandelte Patienten durchmachen müssen, sofern sie auf Cortison-Gaben angewiesen sind:

  • Cushing-Syndrom: Betroffene erkennt man an Vollmondgesicht, Stiernacken, Gesichtsrötungen und auffällig brüchigen Hautgefäßen
  • ansteigender Blutdruck
  • ansteigender Blutzucker
  • erhöhte Blutfettwerte
  • höhere Infektanfälligkeit
  • Gewichtszunahme trotz gleichbleibender Nahrungsaufnahme
  • Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe)
  • Gefahr der Osteoporose (erhöhtes Risiko)
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Gerade im Hinblick auf die Osteoporosegefahr sollte eine Knochendichtemessung vorgenommen werden. Weiterhin greift Cortison in die Körperfunktionen ein – bis hin zum Schwund der Nebennierenrinde. Nach Abbruch der Therapie dauert es erfahrungsweise sehr lange, bis diese ihre Arbeit wiederaufnehmen kann.

Das kann gerade in Stresssituationen gefährlich werden, weil Patienten das Stresshormon nicht schnell und ausreichend herstellen können. Krankheitssymptome können sich dann erneut verstärken. Erforderlich ist zur Beendigung der Cortison-Therapie in jedem Fall ein langsames Ausschleichen.

Stellt sich die Frage: Kommt man mit Cortison vom Regen in die Traufe?

Weihrauch als Cortison-Ersatz?

Zahlreiche Studien belegen die Wirkung von Boswellia serrata, wie der indische Weihrauch genannt wird, bezüglich entzündlicher Erkrankungen wie Rheuma, Morbus Crohn, Exzeme, Asthma usw. Auch bei Hirnödemen konnte Weihrauch schon durchschlagende Erfolge verbuchen. Die Wissenschaft geht sogar so weit zu sagen, dass Weihrauch ein ernstzunehmender Konkurrent für Cortison ist. Doch wird man die Nebenwirkungen von Cortison bei Weihrauch sicherlich nicht vermissen.

Die Nebenwirkungen, die man bei der Einnahme von Weihrauch erwarten kann, sind vergleichsweise harmlos:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Sodbrennen
  • allergische Reaktionen

Nicht jeder Patient ist zwingend betroffen. Doch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für Kinder und Schwangere gibt es nicht. Hier wurden noch keine ausreichenden Erfahrungen mit der Weihrauch-Therapie gemacht.

Weihrauch manipuliert Entzündungsmediatoren wie Zytokine, Prostaglandine, Leukotriene usw. Hier haben Cortison und Weihrauch das gleiche Ziel, nämlich die Aktivierung dieser Enzyme zu hemmen bzw. ihre Entstehung zu verhindern. Bei Cortison kann man allerdings sagen: Zu welchem Preis?

Darum Weihrauch als Cortison Ersatz

Warum Weihrauch?

Weihrauch ist ein Harz, das aus dem Stamm von Bäumen der Gattung Boswellia gewonnen wird. Es hat eine lange Geschichte in der traditionellen Medizin und wird für seine entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Studien haben gezeigt, dass Boswellia als Cortison Ersatz ähnlich wirksam sein kann, aber mit wesentlich geringeren Nebenwirkungen.

Entzündungshemmung durch Weihrauch

Weihrauch enthält Substanzen, die als Boswelliasäuren bekannt sind. Diese Substanzen sind dafür verantwortlich, dass Weihrauch statt Kortikosteroiden eingesetzt werden kann. Sie blockieren die Produktion von entzündungsfördernden Enzymen und können so die Entzündungsreaktion im Körper dämpfen.

Weihrauch und Gelenkprobleme

Insbesondere bei Erkrankungen wie Arthritis zeigt Weihrauch als entzündungshemmendes Mittel große Versprechungen. Da es auf natürliche Weise Entzündungen bekämpft, kann es die Symptome von Gelenkschmerzen und Steifheit lindern. Es wird sogar in einigen Fällen von Weihrauch Behandlung bei Arthritis als Teil einer komplexen Therapie berichtet.

Natürliche Therapie gegen Entzündungen

Eine der größten Vorteile der Verwendung von Weihrauch ist, dass es eine pflanzliche Therapie gegen Entzündungen ist. Dies bedeutet, dass es frei von den vielen Nebenwirkungen ist, die oft mit synthetischen Medikamenten wie Cortison verbunden sind. Es wird oft in der Phytotherapie verwendet, einer Form der Behandlung, die auf pflanzlichen Heilmitteln basiert.

Weihrauch und das Immunsystem

Der Weihrauch hat nicht nur entzündungshemmende Eigenschaften, sondern auch immunmodulatorische Effekte. Durch die Modulation des Immunsystems kann Weihrauch die übermäßige Immunreaktion bei Autoimmunerkrankungen regulieren. Dies ist besonders nützlich bei Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Lupus.

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Boswellia Serrata

Eine spezielle Art von Weihrauch, bekannt als Boswellia Serrata, wird besonders für seine starken entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Es wird in vielen Fällen als natürliches Anti-Inflammatorium verwendet und zeigt auch vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Darmerkrankungen wie Morbus Crohn.

Das richtige Weihrauch Präparat

Es sind zahlreiche Weihrauch Präparate im Handel. Hierzu sollte man wissen, dass die Ernte des Weihrauchharzes zunächst unbrauchbares Material zutage bringt. Erst die zweite Ernte liefert die erforderliche Qualität. Früher entsorgte man das minderwertige Material einfach, heute jedoch es als geringwertigeres Produkt auf den Markt.

Daher ist darauf zu achten, dass das als Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland bekannte H15 verwendet wird. Als Medikament ist Weihrauch derzeit noch nicht zugelassen, daher übernehmen auch Krankenkassen die Kosten nicht. Am besten begibt man sich in die Hände eines erfahrenen Mediziners oder Heilpraktikers. Sofern sie Erfahrung mit der Weihrauch-Therapie als Cortison-Ersatz haben, werden sie auch die richtige Dosierung dem Patienten zuschreiben können.

Die monatlichen Kosten dürften sich auf ca. 100 Euro belaufen, die die Patienten selber tragen müssen. Der etwa eigentümliche Geschmack des Weihrauch-Präparates sollte nicht beirren.

Übrigens: Am besten untersucht wurde Boswellia serrata – so wird der indische Weihrauch genannt. Es gibt zahlreiche weitere Weihraucharten, u. a. der afrikanische Weihrauch – Boswellia carterii – der jedoch noch nicht hinreichend erforscht wurde. Eine Weihrauchtherapie ist sehr gut verträglich, arm an Nebenwirkungen und für die Langzeittherapie geeignet. Für äußere Anwendungen ist er auch in Form von Salben erhältlich.

Eines ist noch wichtig: Weihrauch ist ein Naturheilmittel, welche bekanntermaßen eine Weile brauchen, bis sich ihre Wirksamkeit zeigt. Bis zu vier Wochen kann es dauern, bis sich ein anhaltender Effekt einstellt. Da heißt es Geduld haben.

Erforschte Einsatzgebiete

Dem Weihrauchharz schreibt man entzündungshemmende, schmerzlindernde und antimikrobielle Eigenschaften zu. Bei den folgenden Erkrankungen kam es schon als Cortison-Konkurrent zum Einsatz:

  • Hauterkrankungen wie Ekzeme, Psoriasis (auch Schuppenflechte genannt), Neurodermitis
  • rheumatoide Arthirtis
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • Hirntumore
  • Asthma

Derzeit werden weiterführende Forschungen hinsichtlich Krebserkrankungen durchgeführt. Weitere Effekte, z. B. eine Apoptose-auslösende Wirkung (programmierter Zelltod von Krebszellen) wurden in vorklinischen Studien erforscht. Der Immunologe Mahmoud Suhali aus Oman geht davon aus, dass Weihrauch die beschädigte DNA von Krebszellen repariert und den ursprünglichen intakten Code neu in die Zellen programmiert.

Dies soll nach Aussagen des Forschers auch bei bisher gegen Chemotherapien resistenten Krebszellen der Fall sein. Die omanischen Wissenschaftler stellten weiterhin fest, dass Weihrauch ausschließlich bösartige Zellen angreift und die gesunden belässt. Ziel ist es daher, den krebsbekämpfenden Stoff im Weihrauch zu lokalisieren und identifizieren. Eine erfolgreiche Isolation hätte eine Revolution der Krebstherapie zufolge.

Wirkmechanismus: Wie Weihrauch die Entzündung stoppt

Der Grund für das Potenzial von Weihrauch als Cortison-Ersatz liegt in seinen Hauptwirkstoffen, den Boswelliasäuren, von denen insbesondere die Acetyl-11-keto-β-Boswelliasäure (AKBA) als sehr potent gilt. Im Gegensatz zu Cortison, das breit in das Immunsystem eingreift, hemmt Weihrauch selektiv das Enzym 5-Lipoxygenase.

Dieses Enzym ist maßgeblich an der Produktion von entzündungsfördernden Leukotrienen beteiligt, welche Entzündungen in Gelenken, Atemwegen und im Darm vorantreiben. Durch die gezielte Blockade der 5-Lipoxygenase kann Weihrauch die Entzündungsreaktion effektiv dämpfen, ohne die schwerwiegenden Nebenwirkungen einer Langzeit-Cortison-Therapie zu verursachen.

Wichtige Hinweise zu Medikamenten-Wechselwirkungen

Obwohl Weihrauch als Cortison-Ersatz hervorragend verträglich ist, müssen potenzielle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachtet werden. Weihrauch-Extrakte können bestimmte Cytochrom-P450-Enzyme in der Leber beeinflussen, welche für den Abbau einer Vielzahl von Arzneistoffen zuständig sind.

Dies kann dazu führen, dass die Wirkung anderer Medikamente (z.B. Blutverdünner, Cholesterinsenker oder einige Chemotherapeutika) entweder verstärkt oder abgeschwächt wird. Patienten, die bereits regelmäßig andere Arzneimittel einnehmen, sollten die kombinierte Anwendung von Weihrauch daher unbedingt vorab mit ihrem behandelnden Arzt oder Apotheker abklären.

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Klinische Studien bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)

Die therapeutische Wirksamkeit von Weihrauch als Cortison-Ersatz wurde besonders intensiv bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa untersucht. Mehrere klinische Studien konnten zeigen, dass spezielle Weihrauchpräparate, etwa der Extrakt H15, in der Behandlung akuter Schübe eine vergleichbare Wirksamkeit wie etablierte CED-Medikamente wie Mesalazin aufweisen.

Bei Morbus Crohn beispielsweise erreichte ein signifikanter Anteil der Patienten mit dem Weihrauch-Extrakt eine Remission, ähnlich wie in der Kontrollgruppe mit dem Standardmedikament. Die gute Verträglichkeit und die Möglichkeit einer sicheren Langzeitanwendung unter ärztlicher Aufsicht machen Weihrauch hier zu einer wertvollen Alternative.

Uraltes Heilmittel

Schon 7000 v. Chr. kannte man Weihrauch als Heilmittel. Die Bäume wachsen in 1200 m Höhe unter kargen Bedingungen, weshalb eine Nachzucht bisher auch noch nicht gelungen ist. Die klassische Schulmedizin verdrängte viele Naturheilmittel, weil sie schneller wirkt. Der große Nachteil: die Nebenwirkungen, die gegebenenfalls zusätzliche Medikationen erfordern.

Heute ist man wieder auf der Suche nach Naturheilmitteln und im Kampf gegen Entzündungen sowie Krebs auf Weihrauch gestoßen. Dieses neue alte Heilmittel liefert vielversprechende Ergebnisse. Doch müssen Ärzte und Patienten ein wenig Geduld aufbringen. Die Natur hat es nicht eilig und die Wirksamkeit macht sich erst nach Wochen bemerkbar – dann aber nachhaltig. Gut Ding will Weile haben, das war schon immer so und gilt auch für die heutige Zeit.

Zusammenfassung

Weihrauch bietet eine natürliche und effektive Alternative zu Cortison. Ob es sich um Entzündungshemmung durch Weihrauch, die Linderung von Gelenkproblemen oder die Modulation des Immunsystems handelt, die Vorteile sind zahlreich und die Nebenwirkungen minimal. Wenn Sie nach einer natürlicheren Methode zur Behandlung von Entzündungen suchen, könnte Weihrauch die Antwort sein, die Sie suchen.

Quellen:


FAQ:

Warum wird Weihrauch oft als „pflanzliches Cortison“ bezeichnet?

Weihrauch erhält diesen Beinamen, weil es starke entzündungshemmende, abschwellende und schmerzlindernde Eigenschaften besitzt, ähnlich den synthetischen Kortikoiden. Es wird als mögliche Alternative oder Ergänzung zu Cortison bei chronisch entzündlichen Erkrankungen untersucht und eingesetzt.

Was ist der Hauptunterschied zwischen der Wirkung von Weihrauch und Cortison?

Cortison wirkt unspezifisch und greift umfassend in die Immunreaktion ein, wohingegen Weihrauch, insbesondere die Boswelliasäuren, gezielt das Enzym 5-Lipoxygenase hemmt. Diese selektive Wirkung des Weihrauchs führt typischerweise zu deutlich geringeren Nebenwirkungen als bei einer klassischen Cortison-Langzeittherapie.

Bei welchen Krankheiten wird Weihrauch als Cortison-Ersatz eingesetzt?

Weihrauch wird vorwiegend bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis (Rheuma), Arthrose sowie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) therapeutisch angewandt. Auch bei einigen Formen des Hirnödems konnten positive Effekte beobachtet werden, welche auf die entzündungshemmende Wirkung zurückzuführen sind.

Sind Weihrauchkapseln genauso wirksam wie reines Weihrauchharz?

Die Wirksamkeit von Weihrauch hängt stark von der Konzentration der aktiven Boswelliasäuren im Endprodukt ab, weshalb standardisierte Kapselpräparate mit einem hohem Gehalt an AKBA bevorzugt werden. Reines Harz kann in seiner Zusammensetzung schwanken und erreicht oft nicht die therapeutische Konzentration des Extrakts.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Weihrauch auftreten?

Weihrauch gilt im Allgemeinen als gut verträglich, wobei Nebenwirkungen selten sind und meist den Magen-Darm-Trakt betreffen. Gelegentlich treten leichte Magenbeschwerden oder ein leichter Durchfall auf, die sich meist nach einer Dosisreduktion oder dem Absetzen des Präparates wieder legen.

Kann ich Cortison einfach durch Weihrauch ersetzen?

Nein, eine bestehende Cortison-Therapie darf niemals eigenmächtig und abrupt durch Weihrauch ersetzt oder abgesetzt werden. Eine Umstellung der Medikation sollte stets in enger Absprache und unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um Entzugserscheinungen oder eine Verschlechterung des Krankheitsbildes zu vermeiden.

Wie schnell kann ich eine Wirkung von Weihrauch erwarten?

Da Weihrauch bei chronischen Entzündungen eingesetzt wird, setzt die Wirkung oft verzögert ein und erfordert eine kontinuierliche Einnahme über mehrere Wochen. Eine spürbare Verbesserung der Symptome, wie Schmerzlinderung oder Reduktion der Morgensteifigkeit, zeigt sich meist erst nach etwa vier bis acht Wochen.

Spielt die Darreichungsform (Salbe vs. Kapsel) eine Rolle für die Wirkung?

Ja, für die Behandlung innerer, systemischer Entzündungen (wie CED oder Rheuma) ist die Einnahme von Kapseln oder Tabletten mit standardisierten Extrakten erforderlich. Salben und Öle dienen der äußerlichen Anwendung, etwa zur Linderung von Hautreizungen.

Gibt es Weihrauch-Medikamente, die in Deutschland zugelassen sind?

Einige Weihrauch-Extrakte sind in Deutschland als Nahrungsergänzungsmittel oder traditionelle pflanzliche Arzneimittel erhältlich, wohingegen eine Vollzulassung als verschreibungspflichtiges Medikament wie Cortison in den meisten Indikationen noch aussteht. Ärzte nutzen jedoch oft standardisierte Extrakte (wie z.B. H15) aufgrund der positiven Datenlage aus klinischen Studien.

Welche Dosierung wird in klinischen Studien am häufigsten untersucht?

In Studien bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird oft eine Tagesdosis des spezialisierten Extraktes H15 von bis zu 3600 mg (aufgeteilt in drei Einzeldosen) untersucht. Die WHO empfiehlt für die Behandlung von Arthritis und Asthma bis zu 3 Gramm Harz pro Tag, was immer individuell mit einem Mediziner abzustimmen ist.

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