Weihrauch – Dosierung und Einnahme
Boswellia serrata wird wegen möglicher entzündungsbezogener Effekte untersucht. Eine Gleichsetzung mit Kortison ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt; Wirkung, Dosierung und Nebenwirkungen unterscheiden sich deutlich.
Um diese noch einmal vor Augen zu führen, seien sie an dieser Stelle kurz aufgelistet:
- Cushing-Syndrom (Vollmondgesicht, Stiernacken, Gesichtsrötung, brüchige Hautgefäße)
- Anstieg des Blutdrucks
- Erhöhung des Blutzuckers (Diabetesgefahr)
- Erhöhung der Blutfettwerte
- erhöhte Infektanfälligkeit
- Gewichtszunahme
- Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe)
- steigendes Osteoporose-Risiko
Auch Boswellia kann Nebenwirkungen verursachen; außerdem sind Wechselwirkungen und Langzeitrisiken nicht vollständig geklärt. Diese gelten allenfalls als harmlos. Sie drücken sich aus in
- Magen-Darm-Beschwerden
- Durchfall
- Bauchschmerzen
- Sodbrennen
- allergischen Reaktionen,
wenn überhaupt. Denn es ist nicht gesagt, dass sie in jedem Fall auftreten.
Weihrauch Kapseln kaufen bei Amazon
No products found.
Die richtige Dosierung: Kapseln, Öl oder Harz?
Die Dosierung und Einnahme von Weihrauch hängt stark von seiner Darreichungsform ab. Standardisierte Kapseln machen die Zusammensetzung besser vergleichbar. Eine pauschale Einnahmemenge lässt sich daraus nicht ableiten, weil sich Extrakte und untersuchte Produkte unterscheiden.
Bei der Verwendung von ätherischem Weihrauchöl (meist für äußere Anwendung gedacht) ist die innere Dosierung extrem niedrig (oft nur 1–2 Tropfen in Flüssigkeit), während Räucherharz zum Einnehmen nicht geeignet ist, da die wertvollen Boswelliasäuren beim Verbrennen verloren gehen. Da es sich bei Öl und Harz nicht um standardisierte Arzneimittel handelt, ist hier stets Rücksprache mit einem erfahrenen Therapeuten oder Arzt unerlässlich.
Warum der Gehalt an Boswelliasäuren für die Einnahme entscheidend ist
Der therapeutische Nutzen von Weihrauch resultiert hauptsächlich aus den Boswelliasäuren (BA), deren Konzentration maßgeblich die Wirksamkeit und somit die notwendige Dosierung bestimmt. AKBA wird in Laborstudien intensiv untersucht. Laboraktivität ist jedoch nicht mit einer gesicherten klinischen Wirkung gleichzusetzen. Bei der Einnahme sollten Sie daher auf Produkte achten, die einen hohen Anteil an Gesamtkörper-Boswelliasäuren (oft 65 % oder mehr) und idealerweise einen bestimmten Prozentsatz an AKBA aufweisen.
Ein qualitativ minderwertiges Produkt mit geringer Standardisierung erfordert eine deutlich höhere und unsichere Dosierung, um überhaupt eine Wirkung zu erzielen, weshalb die Angabe des standardisierten Extraktgehalts entscheidend für die effektive Einnahme ist.
Wirkzeit und Dauer der Weihrauch-Einnahme
Eine feste Wirkzeit ist nicht belegt. Studien zu konkreten Extrakten laufen meist über mehrere Wochen; ein individueller Nutzen oder Wirkungseintritt ist daraus nicht garantiert.
Die vorhandenen Sicherheitsdaten stammen überwiegend aus zeitlich begrenzten Studien. Für eine langfristige Einnahme und mögliche Wechselwirkungen sollte fachlicher Rat eingeholt werden.
Die Forschungen …
… zu Boswellia serrata sind noch lange nicht abgeschlossen. Die günstigste Verabreichungsform wäre eine tägliche Infusion, da der Organismus den Wirkstoff so am besten resorbieren kann. Eine der Darreichungsformen sind Kapseln, die ausschließlich in Apotheken zu erhalten sind. Auch Salben können auf entzündete Stellen aufgebracht werden und wirken dem Schmerz entgegen.
Als schwierig gestaltet sich die Dosierung, denn hier gehen die wissenschaftlichen Meinungen auseinander im Hinblick auf die Einnahme von Kapseln. In jedem Fall sollte auf das Original in Form von H15 zurückgegriffen werden. Auch eine standardisierte Angabe garantiert keinen individuellen Nutzen. Es sind zahlreiche weitere Weihrauch Kapseln im Handel, für die jedoch keine Garantie übernommen werden kann.
Die Meinungen über Dosierungen gehen auseinander, was aus der Recherche hervorgeht. Die Einnahmemenge sollte nicht eigenständig erhöht werden. Maßgeblich sind das konkrete Produkt und eine fachliche Nutzen-Risiko-Abwägung. Einzelne Studien verwendeten hohe, produktspezifische Mengen. Diese sind keine allgemeine oder sichere Einnahmeempfehlung.
Es kommt auch auf den Umfang der Entzündung und die Erscheinungsform der Krankheit an. In der Apotheke sind zahlreiche Weihrauch Dosierungen in Umlauf, doch kommt es letztendlich darauf an, welche Einnahmemengen wirklich zu empfehlen sind. Jede Packung enthält gewisse Empfehlungen und sind daher verwirrend. Daher sollte man sich lieber an den Rat von Fachleuten halten und auch nur das Original H15 verwenden.
Weihrauch Dosierungsempfehlungen
Kinder ab 10 Jahre, Jugendliche und Erwachsene erhalten die volle Dosis, Kinder bis 10 Jahre die Hälfte.
Chronische Polyarthritis
Ein solches Hochdosis-Schema darf nicht als allgemeine Empfehlung verstanden werden. Erkrankungen und eine mögliche Einnahme gehören in medizinische Behandlung.
Arthrose/Osteoarthritis
In einer Studie konnte eine indische Arbeitsgruppe im Jahr 2003 in einer achtwöchigen Crossover-Studie nachweisen, dass Weihrauch Knieschmerzen reduziert, Kniegelenksschwellungen zurückgehen lässt und allgemein die Beweglichkeit der Gelenke verbessert. Studien verwendeten unterschiedliche Präparate und Mengen. Ein Durchschnittswert ist wegen der verschiedenen Extrakte nicht als Dosierungsempfehlung geeignet.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
Eine ältere kleine Studie untersuchte über sechs Wochen ein konkretes Boswellia-Präparat bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Das Ergebnis ist keine allgemeine Dosierungs- oder Therapieempfehlung.
Eine seltene Form einer Darmerkrankung ist die Kollagen-Kolitis, die sich durch chronische Durchfälle darstellt. 31 Patienten erhielten über sechs Wochen 3 x täglich 400 mg Boswellia-Extrakt. Bei 63,6 % der so behandelten Patienten konnte eine Remission verzeichnet werden (die Placebogruppe kam auf 26,7 %).
Asthma bronchiale
Die entzündungshemmende Wirkung von Weihrauch wurde auch an Patienten mit chronischem Asthma bronchiale auf den Prüfstand gestellt. In einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie wurden 40 betroffene Patienten 3 x täglich mit je 300 mg Weihrauch versorgt – sechs Wochen lang.
Das Ergebnis: In der Gruppe der Weihrauch-Patienten konnten 70 % innerhalb dieser Zeit ihre Lungenfunktion und die Symptomatik erheblich verbessern. Im Vergleich dazu waren es nur 27 % aus der Placebo-Gruppe.
Unterstützende Behandlung bei Krebserkrankungen
Eine kleine Studie untersuchte Boswellia bei Hirnödemen während einer Strahlentherapie. Das Ergebnis ist vorläufig und kein Nachweis einer Krebsbehandlung. Eine Bestrahlung ruft häufig Hirnödeme hervor, die mit hohen Dosen Kortisongaben behandelt werden müssen.
Eine Placebo-kontrollierte Studie brachte nun zutage, dass eine tägliche Gabe von 4,2 g Weihrauch ergänzend eine deutliche Verringerung des Hirnödems im Vergleich zur Placebos-Behandlung hervorbrachte.
Spannungskopfschmerzen
Auch bei Spannungskopfschmerzen konnten Häufigkeit und Intensität der Beschwerden deutlich reduziert werden. Für Krebspatienten lässt sich daraus keine allgemeine Dosierung ableiten. Eine Einnahme darf nur nach Rücksprache mit dem Onkologie-Team erfolgen.
Bioverfügbarkeit und Einnahmeempfehlung
Boswellia kann unter anderem Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen verursachen. Einnahmezeitpunkt und Menge richten sich nach dem konkreten Produkt; bei Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist fachlicher Rat erforderlich.
Die richtige Weihrauch Dosierung
Packungsangaben des konkreten Produkts sollten nicht überschritten werden. Angaben zu einzelnen Markenpräparaten oder historischen Studien sind keine allgemeine Dosierungsempfehlung.
Noch ist hinsichtlich Boswellia serrata nicht alles erforscht. Die bisherigen Erkenntnisse liefern jedoch Vielversprechendes. Allerdings muss der Patient selbst aktiv werden, denn die wenigsten zugelassenen Ärzte werden auf die Möglichkeit einer Weihrauch-Therapie zu sprechen kommen. Als verschreibungspflichtiges Medikament ist der Naturwirkstoff noch nicht zugelassen. In Apotheken sind die Kapseln bis zu einer bestimmten Dosierung frei verkäuflich.
Weihrauch Dosierung Katze, Hund und Pferd
Die Dosierung von Weihrauch (Boswellia serrata) variiert je nach Tierart und Gewicht:
Weihrauch Dosierung für Katzen:
- 0,25 g täglich für eine Katze mit 5 kg Körpergewicht, unter das Futter gemischt.
Weihrauch Dosierung für Hunde:
- 3 x 1 Kapsel (500 mg) pro 15 kg Körpergewicht täglich, verteilt auf 3 Einzeldosen alle 8 Stunden.
- Alternativ: 1 g pro 10 kg Körpergewicht täglich.
- Unabhängig von der Größe: 3 x 2 Kapseln pro Tag pro Tier.
Weihrauch Dosierung für Pferde:
- Bis 350 kg: 5 g (1 Messlöffel) pro Tag.
- Über 350 kg: 10 g (2 Messlöffel) pro Tag.
Es wird empfohlen, die Dosierung langsam zu steigern und das Produkt mit dem Futter zu mischen. Bei Hunden und Pferden kann Weihrauch über einen längeren Zeitraum verabreicht werden.
Quellen:
- Weihrauch zur Behandlung der Arthrose? – Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
- Therapie mit Weihrauchextrakten | PZ – Pharmazeutische Zeitung
- Mit Weihrauch wieder gehen können? | Verbraucherzentrale.de
Quellen & wissenschaftliche Einordnung
Einordnung: Die verlinkten Studien untersuchen konkrete Extrakte und Fragestellungen. Ergebnisse sind nicht automatisch auf jedes Produkt oder eine individuelle Behandlung übertragbar.
Häufige Fragen
Gibt es eine allgemeingültige Weihrauch-Dosierung?
Nein. Harz, Pulver und standardisierte Extrakte sind nicht gleichzusetzen. Maßgeblich sind die Angaben des konkreten Produkts und bei medizinischen Fragen die Rücksprache mit Arzt oder Apotheke.
Sollte Boswellia zu einer Mahlzeit eingenommen werden?
Viele Produkte empfehlen die Einnahme zu einer Mahlzeit, was die Verträglichkeit verbessern kann. Entscheidend bleiben die Herstellerangaben des jeweiligen Präparats.
Wann ist mit einer Wirkung zu rechnen?
Eine feste Frist gibt es nicht. Studien zu standardisierten Extrakten laufen meist über mehrere Wochen; ein individueller Nutzen ist daraus nicht garantiert.
Darf Weihrauch mit Medikamenten kombiniert werden?
Nur nach fachlicher Abklärung, wenn regelmäßig Medikamente eingenommen werden. Mögliche Wechselwirkungen sind nicht für alle Wirkstoffe ausreichend untersucht.
Ist Weihrauch in Schwangerschaft und Stillzeit geeignet?
Zur Sicherheit liegen nicht genügend verlässliche Daten vor. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf eine eigenständige Einnahme verzichtet und medizinischer Rat eingeholt werden.
Kann ätherisches Weihrauchöl eingenommen werden?
Nicht jedes ätherische Öl ist zur Einnahme zugelassen. Eine innere Anwendung sollte nur bei ausdrücklich dafür vorgesehenen Produkten und nach fachlicher Beratung erfolgen.